Ausstellung HINTERLASSENSCHAFTEN Kunstverein Soest 2026
AUSSTELLUNG / PRÄSENTATION
HINTERLASSENSCHAFTEN (Reliquien)
Rauminstallationen und Fotoarbeiten
ein zweiteiliges Ausstellungsprojekt
Das Ausstellungsprojekt wurde von Hans-Peter Klie für die Kulturkirche Neu St. Thomä und
die Galerie des Kunstverein Kreis Soest e. V. konzipiert. Wir danken den Förderern und Unterstützern. Es sind der Kreis Soest, der Phantom-Verlag Berlin, die Ingrid Kipper Stiftung, die Bürgerstiftung Hellweg, der Landkreis Elbe-Elster, Schloss Grochwitz bei Herzberg, die Stadt Herzberg und die Stadt Schlieben.
Kulturkirche Neu St.Thomä
HINTERLASSENSCHAFTEN I
Im Fokus der Ausstellung in der Kulturkirche stehen Hinterlassenschaften, also Objekte, die zurückbleiben. Sie können im Laufe der Zeit an Bedeutung gewinnen oder diese wieder verlieren, aber auch zu hochgeschätzten Reliquien werden. Eine Rauminstallation im Chor von Neu St. Thomä bildet das Zentum der Ausstellung. Der Chorboden besteht aus rund 40 Grabplatten, die zum Teil fragmentiert und zerbrochen sind und nurmehr ungeordnet als Bodenplatten fungieren. Sie zeigen mit ihrer Collagestruktur, wie eine „moderne“ Bodenskulptur anmutend, die „Conditio humana“ zwischen Leben und Vergänglichkeit. Auf dem Chorboden stehen 12 Holztische, die beziehungsreiche, paradoxe Verbindungen zwischen „Hinterlassenschaften“ aus Wissenschaft, Philosophie, Religion, Alltag und Magie präsentieren. So thematisiert die Ausstellung Wandel, Transzendenz und Zeitbewusstsein. Erweitert wird diese Thematik durch zwei umfangreiche Fotoserien, die als Fries die Wände von Chor und Langhaus umfassen.
Galerie des Kunstvereins Kreis Soest e. V.
HINTERLASSENSCHAFTEN II
In der Galerie des Kunstvereins zeigt Hans-Peter Klie eine Auswahl von Fotoserien, die seinem „Werkverzeichnis analoger Fotografien 1989 – 2002“ entnommen sind. Diese Auswahl wurde unter dem Titel „Serie und Zeichen“ zusammengestellt und präsentiert einen wichtigen Abschnitt seiner Arbeit, der mittlerweile historisch geworden ist. Die künstlerische Fotografie mit analogen Mitteln und Laborprints auf Silbergelatinepapier hat heute einen hohen Stellenwert. Sie findet sich aber inmitten der zeitgenössischen, überwiegend digitalen Fotografie nur in einer Nische wieder, die den Arbeiten eine Aura des Historischen verleiht – obwohl seitdem nur knapp 30 Jahre vergangen sind. Es sind „Hinterlassenschaften“ einer vergangenen, analogen Welt.













